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CNE - Centre for the New Europe
Das Centre for the New Europe (http://www.cne.org) ist ein marktwirtschaftlicher Think Tank in Brüssel. U.a. gibt es ein deutsches Onlinemagazin heraus. Lesen Sie im neuen Heft, im
CNE Monatsmagazin November/Dezember 2006:
Das Problem des Liberalismus: „Norms of Liberty“ von Doug Rasmussen und Doug den Uyl ... Klimawandel – mehr als heiße Luft?: Edgar Gärtner über das neue Buch von Marcel Leroux ... Dschungelcampus: Die UFM – Gastgeber der MPS-Tagung in Guatemala ... Liberale Visionen: Eine Tagung der FNSt. in Hannover ... Kyoto Protocol survival kits: Eine Aktion von CFACT Europe ... Im Irrgarten des Protektionismus: Der Anti-Steingart von Rahim Taghizadegan und Gregor Hochreiter
Zum Herunterladen des Magazins klicken Sie bitte: http://www.cne.org/pub_pdf/monatsmag/2006_12_00_monatsmag.pdf
NeueNachricht
Als ein renommiertes Sprachrohr des Mittelstandes behandelte das Wirtschaftsmagazin Criticón in den letzten Jahren Themen wie Marktwirtschaft, Wirtschaftsnachrichten und allgemeine Nachrichten für den Mittelstand, die in den klassischen Medien wenig Beachtung fanden. Neben Criticón leitete Gunnar Sohn auch das Online-Magazin nena (neuenachricht). Jetzt hat er die Stärken der beiden Organe gebündelt. Zu diesem Zweck wurde Criticón eingestellt und ein neues Blatt auf den Markt gebracht: NeueNachricht tritt mit einer ansprechenderen Gestaltung auf und spricht die Leser seiner beiden “Elternmagazine” an.
Zwei Beispiele:
Roland Baader, Das Kapital am Pranger. Ein Kompaß durch den politischen Begriffsnebel, Resch Verlag, Gräfelfing 2005, ISBN 3-935197-45-4, 18,00 €. Eine Rezension von Hardy Bouillon
Mehr Bücher von Roland Baader finden Sie auf der Website des Resch-Verlages: http://www.resch-verlag.com
Heuschrecken haben in ihrer gesamten Stammesgeschichte selten Sympathie erfahren. Sie erinnern meist an unerquickliche Plagen und sonstige unliebsame Begegnungen mit allem, was kreucht und fleugt. Seit dem letzten Sommer ist eine weitere Plage hinzugekommen. Wer immer das Wort „Heuschrecke“ in den Mund nimmt, weckt bei seinen Zuhörern sofort die Erinnerung an Franz Münteferings unselige Kapitalismusdebatte. Die Diskussion ist verklungen, geblieben ist jedoch die verstörende Erkenntnis, wie schwach Wissen und Wertschätzung des Kapitalismus in der deutschen Bevölkerung verbreitet sind und wie stark Fehlinformationen über und Ressentiments gegen ihn.
Roland Baader (rechts) rückt mit seinem neuen Buch gleich zwei deutschen Übeln zu Leibe: die fehlende Zuneigung zum und das fehlende Wissen über den Kapitalismus. Das Kapital am Pranger erweist sich – wie der Untertitel verheißt – in der Tat als zuverlässiger Kompaß im nebulösen Wohlfahrtsdeutsch und erklärt dem geneigten Leser in vier Kapiteln die Funktion des Kapitals, die Bedeutung des Kapitalismus, seiner diversen Erscheinungsformen und seines erklärten Gegners: der Politik.
Baader wählt absichtlich eine vereinfachende Definition von Kapital, mit deren Hilfe er die Arbeitsweise des Kapitals plastisch erklären kann. Im Zuge seiner Aufklärungsarbeit kann er dann schlüssig nachweisen, dass Kapital zwar so manches, aber eben nicht das kann, was ihm von kollektivistischer Seite in der Kapitalismusdebatte vorgeworfen wurde: Fremdherrschaft ausüben.
Nachdem er Kapital im Sinnes von Investitionsgütern und Finanzkapital beleuchtet hat, wendet sich Baader dem Kapitalismus zu, wobei er zwischen praktizierenden und überzeugten Kapitalisten unterscheidet. Letztere setzen sich aus Überzeugung für den Erhalt des Kapitalismus ein, erstere nennt Baader zu Abgrenzungszwecken Unternehmer-Kapitalisten. Im Gegensatz zu den Unternehmer-Kapitalisten seien die überzeugten Kapitalisten eine rare Spezies, Baader schätzt ihre Zahl in Deutschland auf 300. Kreuzungen kennt er nur eine. Und von dieser einen Person stammt nicht nur eine überaus großzügige Spende an einen deutschen Think Tank, sondern auch das sehr schöne, über seine Spendermotive Aufschluß gebende Zitat: „Eigentlich habe ich das nur gemacht, weil ich gemerkt habe, dass die Kapitalisten allesamt arme Schweine sind.“ (44)
Obwohl Baader einräumt, dass nicht nur die Demokratie, sondern auch der Rechtsstaat in sich widersprüchlich sei, schlägt er sich aus einer Bauchentscheidung heraus auf die Seite der Minimalstaatsbefürworter. Die Folge fortgesetzten (un)rechts-staatlichen Handelns sei der „staats-verkrüppelte Rumpfkapitalismus“. (57) Was oftmals als Folterinstrumente des Kapitalismus ausgemacht werde, sei nichts als das Werkzeug einzelner oder verbündeter Staaten: IWF und Weltbank seien keine Ausgeburten des Kapitalismus, sondern der Politik.
Gewiß sei auch der freie Markt nicht frei von möglichen Übeln. Anders könne es auch gar nicht sein, setze er doch die Freiwilligkeit aller Akteure voraus, die sowohl Gutes als auch Böses beabsichtigen könnten. Allerdings belohne der Markt gutes Handeln und bestrafe übles, weshalb sich böses Tun gegen gutes per saldo nicht durchsetzen könne. Und selbst wenn der Kapitalismus zu Taten anleitete, die von hehrer Warte aus betrachtet verwerflich erscheinen mögen: Können Armut, Hunger und Not aus breiter Front ernstzunehmende Alternativen zu vereinzelt auftretenden Verfehlungen sein? (110)
Profit heißt das vermeintlich lasterhafte Früchtchen des Kapitalismus, von dem ein Teil der Bevölkerung nicht selten meint, es betrage ein Mehrfaches der Investition oder überrage dieses zumindest bei weitem. Weit gefehlt! Durchschnittlich magere 2% betrage die Nettoumsatzrendite der Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland, und das seit vielen Jahren. (141) Außerdem, so Baader, fließe diese Rendite in aller Regel nicht in die Konsumption, sondern zurück ins Unternehmen.
An und für sich sollte sich doch jeder für und über erfolgreiche Unternehmer freuen, legten diese doch sichtbares Zeugnis ihrer Fähigkeit ab, die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. (153) Aber diese Freude, so der Autor, sei hierzulande viel zu dünn gesät, genau so dünn wie die Unternehmer selbst. Im Vergleich zu anderen Industrieländern fehlten uns etwa eine halbe Million Unternehmer. (154)
Für Politik kann Baader mit einer höchst originellen, und auf die äußeren Anzeichen der Politik exakt zutreffenden Definition aufwarten. Politik ist demnach Anmaßung gesellschaftsgestalterischer Kompetenz + Einbildung, die ökonomischen Gesetzte aushebeln zu können + Vortäuschung der Notwendigkeit eines umfassenden Aktionismus + Geschäft mit der Bewirtschaftung des Neids und der Angst + Bestechungsaktivitäten mit anderer Leute Geld. (193) Angesichts ihrer systemimmanenten Defizite und ihrer Fähigkeit, Begriffe wie z.B. soziale Gerechtigkeit und Freiheit in ihr Gegenteil zu verkehren und Illusionen hinsichtlich der Umsetzbarkeit ihrer Zeile zu nähren, finde die Politik ihre Alternative nicht in besserer Politik, sondern in weniger bzw. keiner. (202)
Eines der Grundübel sei es, daß politische Entscheidungen immer im Sinne bestimmter Machtinteressen getroffen werden. Zurückgenommen würden sie nie, es sei denn, um durch andere ersetzt zu werden. Schon Robert Higgs habe gewußt: “Zeigt mir eine einzige politische Maßnahme, die den Machtinteressen einer nennenswerten Zahl politischer Funktionäre und den Interessen ihrer Klientel zuwiderläuft – und ich zeige Euch eine politische Maßnahme, die man, entgegen aller üblichen Erfahrungen, über Nacht abschaffen kann.” (196)
Hausärzte nutzen Internetauftritt zu wenig - Wettbewerbsvorteile werden verschenkt
Verfasser: Gunnar Sohn
Trier - Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Dr. Jakob & Partner http://www.dr-jakob-und-partner.de in Trier ist die Präsenz von Hausärzten in Deutschland mangelhaft. Grundlage der Studie sind die öffentlich zugängliche Daten der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammern. Betrachtet wurden Internetseiten niedergelassener Allgemeinärzte in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen.
Ernüchterndes Ergebnis: nicht einmal 10 Prozent der allgemeinmedizinischen Praxen nutzen die Möglichkeit, über Internet auf ihre Leistungen hinzuweisen. Dabei wäre dies bereits seit Mai 2002 möglich. Zu diesem Zeitpunkt wurde das ärztliche Werbeverbot aufgehoben und das Recht zur sachlichen Informationswerbung für die eigenen ärztlichen Leistungen, Fähigkeiten und Qualifikationen standesrechtlich verankert.
Getan hat sich seitdem recht wenig. Obwohl es ein erklärtes Ziel der Gesundheitsreform ist, den Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern von Gesundheitsleistungen zu forcieren, haben viele Ärzte die darin liegenden Chancen für ihre Praxis noch nicht erkannt.
Dabei kann die Nicht-Präsenz im Internet schwerwiegende finanzielle Nachteile bringen. Gerade jüngere, gesundheitsorientierte und zahlungskräftige Patienten nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ist die wichtigste Altersgruppe unter den Online-Nutzern die der 30- bis 40-Jährigen; die Internet-Nutzer sind nach wie vor eine Zielgruppe mit vergleichsweise hohem Bildungsniveau: Über die Hälfte der Online-User kann das Abitur aufweisen, fast jeder Fünfte einen Universitätsabschluss.
Ist eine Arztpraxis nicht im Netz vertreten, ist ein potenzieller Patient verloren. Angesichts der sich zunehmend verschlechternden Einnahmesituation können viele Ärzte auf Selbstzahler nicht verzichten. Was viele Ärzte zudem nicht wissen: Informationssuchende Patienten vertrauen ihren Ärzten am meisten, wie das britische Meinungsforschungsinstitut "Populus" herausfand. (S. Impatient for Change, Helen Disney (Ed.) et al., ISBN 1-95476-630-0, http://www.stockholm-network.org/pubs/imp.pdf>)
Populus befragte im letzten Jahr 8000 Personen aus 8 europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Schweden, Spanien, Tschechien) danach, wie sie die Qualität ihres nationalen Gesundheitssystems beurteilen. Interessanterweise wünschten sich die Befragten vor allem mehr Informationen (77%). Mehr Mitsprache bei der Wahl des Arztes, bessere Medikamente und Behandlungsmethoden wünschten sich dagegen nur 60%, was Populus auf das vergleichsweise große Vertrauen zurückführt, das die Patienten ihren Ärzten entgegenbringen. Ihnen trauen die Patienten am meisten (85%), sogar mehr als der eigenen Erfahrung (78%) oder den Bekundungen von Interessengruppen und öffentlichen Statistiken (jeweils ca. 55%). Das geringste Patientenvertrauen genießen die Politiker; 79% der Befragten misstrauen ihnen.
Das relativ große Vertrauen der Patienten in ihre Ärzte machen sich letztere aber viel zu wenig durch Internetauftritte zunutze. Und wenn sie es tun, dann oft mangelhaft. Häufige und schwerwiegende Mängel seien, so Dr. Jakob & Partner:
Fehlende professionelle Farbgebung: Es fehlen die sogenannten."Medizinfarben", die verwendeten Schriftarten sind unpassend. Mangelhafte "Usability": Die Bedienung ist uneingängig, es werden technische Spielereien verwendet, die nicht in jedem Browser funktionieren. Fehlerhafte Programmierung: Es entstehen Fehlermeldungen, die Seite wird in Suchmaschinen nicht gefunden. Falsche Kommunikation: Es werden z.B. private Einblicke auf Urlaubsfotos gewährt, jedoch fehlen die Leistungsübersicht der Praxis sowie die gesetzlichvorgeschriebene Angaben im Impressum.
Kernaussage also auch bei bestehenden Webseiten: dringender Verbesserungsbedarf.
Eine Zusammenfassung der Studie ist als Download kostenlos erhältich unter: http://www.dr-jakob-und-partner.de, die Studie mit einer ausführlichen Checkliste gegen eine Schutzgebühr von EUR 25,-.
ef-Magazin
ef Magazin: Das Magazin eigentümlich frei finden Sie unter http://www.eifrei.de/ und in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen; Bestellformulare unter http://www.eifrei.de/Archiv/Bestellformular-php/bestellformular-php.html
Empfohlene Websites
Die Homepage http://www.radnitzky.de/ enthält einen großen Vorrat an herunterladbaren Schriften des international renommierten Wissenschaftstheoretikers und Philosophen em.o.Prof. Dr. Gerard Radnitzky, der am 11. März 2006 starb..
Homepage von Edgar Gärtner http://www.gaertner-online.de/index.html. Gärtners Motto: Der Gärtner unterscheidet sich vom Klempner durch die Einsicht in die Begrenztheit seines Wissens. Er kann Wachsen und Gedeihen seiner Pflanzen nur fördern, indem er versucht, die Rahmenbedingungen dafür zu verbessern. Das lehrt ihn Demut und Skepsis gegenüber dem Streben nach Herrschaft über Natur und Gesellschaft. Ihm ist bewusst: Wir tappen grundsätzlich im Dunkeln. Nur gewachsene Institutionen können uns provisorische Gewissheit vermitteln.
Die Homepage der Zeitschrift "Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie", herausgegeben von der Gesellschaft für kritische Philosophie (GKP) Nürnberg http://www.gkpn.de/
Homepage von Dirk Maxeiner und Michael Miersch http://www.maxeiner-miersch.de/index.htm. Sie finden dort Auszüge aus deren fortschrittsoptimistischen Büchern, Kommentare, die in der deutschen Gesinnungselite heftiges Stirnrunzeln auslösen, Buchtips aus dem Giftschrank der Aufklärung sowie Links zu liberalen Geistern in aller Welt.
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